Rätselraten um mögliche Anpassungen des EZB-Ausblicks

 

Lübeck, 13. Juli 2017: Nachdem sich Mario Draghi auf einer Konferenz der Europäischen Zentralbank (EZB) etwas positiver zur Inflationsentwicklung geäußert hat, diskutiert der Markt über mögliche Anpassungen des EZB-Ausblicks auf der nächsten Ratssitzung. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) schritt bereits zur Tat und erhöhte wie erwartet Mitte Juni den Leitzins auf 1,0 bis 1,25 Prozent.

 

EZB-Präsident Mario Draghi äußerte auf einer Konferenz in Sintra Ende Juni, dass die schwächere Inflation in der Eurozone ein vorübergehendes Phänomen sein könnte. Die wirtschaftliche Erholung hat sich aus seiner Sicht in der letzten Zeit verfestigt. Den zuletzt schwächeren Inflationsverlauf erklärte Draghi in seiner Rede unter anderem mit Preisschocks auf dem Energie- und Rohstoffmarkt in den Vorjahren. Dieser Negativeffekt lässt nach Meinung des EZB-Präsidenten nun aber nach.

 

Am 20.7. wird sich der EZB-Rat erneut zusammensetzen und das weitere geldpolitische Vorgehen bekannt geben. Im Vorfeld wird darüber spekuliert, ob der Ausblick der Zentralbank bereits in dieser Sitzung entsprechend angepasst wird. Eventuell könnte die Möglichkeit, das bisherige Anleihekaufprogramm zu verlängern und/oder auszuweiten, aus dem Ausblick gestrichen werden. Die tatsächliche Einschränkung der Anleihekäufe wird nicht vor Anfang 2018 erwartet. Der Anleihemarkt reagierte aber bereits auf die Rede Draghis: Im Zeitraum von Ende Juni bis Mitte Juli waren deutliche Anstiege erkennbar.

 

Die US-Notenbank Fed erhöhte Mitte Juni den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 1,0 bis 1,25 Prozent und erfüllte damit die Erwartungen. Darüber hinaus wurde bekannt gegeben, dass die Fed noch in 2017 aufgekaufte Anleihen wieder verkaufen möchte. Notenbank-Chefin Janet Yellen begründete den Zinsschritt mit der positiven Entwicklung von Arbeitslosenrate und Inflation. Zwar hatte sich die Inflation in den USA zuletzt − wie in der Eurozone – schwächer entwickelt. Doch auch Yellen geht aber davon aus, dass die Inflation bald wieder anzieht.

 

Die Fed verabschiedet sich demnach Schritt für Schritt von der ultralockeren Geldpolitik der vergangenen Jahre. Im Protokoll der letzten Zinssitzung wird allerdings deutlich, dass einige Fed-Mitglieder vor weiteren Maßnahmen den Anstieg der Inflation auf zwei Prozent und höher abwarten wollen. Der nächste Zinsentscheid in den USA steht am 26.7. an. Ein weiterer Zinsschritt wird vorerst nicht erwartet.

 

Entwicklung der Baufinanzierungszinsen:

 

Im Juni setzte der Bestzins für 10-jährige Hypothekendarlehen den Seitwärtstrend der vergangenen Monate fort. Anfang Juli fiel der Bestzins vorerst unter die Marke von 1,0 Prozent. „Ich rechne auf keinen Fall mit einem nachhaltigen Rückgang der Baufinanzierungszinsen“, kommentiert Jörg Haffner, Geschäftsführer der Qualitypool GmbH. „Vielmehr herrscht im Anleihemarkt aktuell eine deutliche Aufwärtstendenz. Indikatoren dafür sind gestiegene Swap-Sätze und teurere Bundesanleihen. Dieser Aufwärtstrend wirkt sich in der Folge auf die Baufinanzierungszinsen aus – die jüngsten Konditionserhöhungen aller relevanten Finanzierungsanbieter sind ein klares Signal für den Markt. “

 

Baufinanzierungsmakler sollten ihren Kunden entsprechend das momentan noch extrem niedrige Zinsniveau in Erinnerung rufen. „So wird es nicht für alle Zeit bleiben, das muss potenziellen Wohnungs- und Eigenheimbesitzern klar sein“, ergänzt Haffner. „Für die Kunden kommt erschwerend hinzu, dass sie zunächst ein passendes Objekt finden müssen. Noch immer wird in vielen Regionen Deutschlands, insbesondere in den großen Ballungsräumen, zu wenig gebaut. Das zu geringe Angebot und – in der Folge − höhere Immobilienpreise erschweren es potenziellen Kunden, sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen. Hier herrscht dringender Handlungsbedarf.“

 

Tendenz:

 

Kurzfristig: schwankend seitwärts

Langfristig: steigend

 

 

Über die Qualitypool GmbH

Die Qualitypool GmbH ist ein Maklerpool mit mehr als 800 aktiven Maklern. Als einer der führenden Maklerpools bietet die Qualitypool GmbH ihren Maklern ein breites Portfolio an Produkten zur Finanzierung, Versicherung und Vorsorge. Qualitypool ist eine 100%ige Tochter des an der Frankfurter Börse im SDAX gelisteten technologiebasierten Finanzdienstleisters Hypoport AG.

 

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