EZB vollzieht minimalen Schritt in Richtung geldpolitischer Wende welche Maßnahmen ergreift Federal Reserve?

 

Lübeck, 14. Juni 2017: Die Europäische Zentralbank (EZB) signalisiert angesichts positiver Wirtschaftsdaten für die Eurozone einen leichten Kurswechsel und hat weitere Senkungen der Leitzinsen für längere Zeit ausgeschlossen. In den USA erwarten Marktexperten währenddessen für Mittwoch eine leichte Zinserhöhung der Federal Reserve (Fed). Die Baufinanzierungszinsen bewegten sich dagegen in den letzten Wochen kaum vom Fleck: Der Bestzins für 10-jährige Hypothekendarlehen schwankte minimal zwischen 1,0 und 1,1 Prozent.

 

Nachdem eine Reihe ökonomischer Kennzahlen für die Eurozone zuletzt positiv ausfielen – u. a. stieg der finale Wert des Bruttoinlandsprodukts um 0,6 Prozent zum Vorquartal – reagiert die EZB mit einer Änderung des Wortlauts im EZB-Beschluss und geht davon aus, dass die Leitzinsen für längere Zeit „und über den Zeithorizont des Nettoerwerbs von Vermögenswerten hinaus“ nicht gesenkt werden müssen. Mit dieser Anpassung bewegt sich EZB-Präsident Mario Draghi minimal in Richtung einer geldpolitischen Wende.

 

An der Höhe des laufenden Anleihekaufprogramms und dem Niveau der Leitzinsen wurde vorerst nichts verändert. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die neuesten Verbraucherpreise schwächer ausfielen und das Hauptziel der EZB, eine andauernde Preisstabilität innerhalb der Eurozone, noch nicht erreicht wurde. Nach einem Plus von 1,9 Prozent im April, knapp unter der Preisstabilitätsgrenze der EZB von 2,0 Prozent, stieg die Inflation im Mai nur noch um 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Kerninflation vergrößerte sich ohne Energie- und Nahrungsmittelkosten sogar nur um 0,9 Prozent. In der Folge korrigierte die Europäische Zentralbank ihre Inflationsziele nach unten. Für das laufende Jahr erwartet sie nun eine Inflation von 1,5 Prozent, für 2018 1,3 Prozent und für 2019 1,8 Prozent. Die neuen Ziele begründet EZB-Chef Draghi insbesondere mit den  niedrigeren Ölpreisen.

 

In den USA tagt die Notenbank Federal Reserve am Dienstag und Mittwoch. Das Gros der Experten erwartet im Vorfeld, dass der Leitzins, der aktuell bei 0,75 bis 1,0 Prozent liegt, leicht angehoben wird. Dies signalisierte beispielsweise das Ende Mai veröffentlichte jüngste Sitzungsprotokoll des geldpolitischen Ausschusses der Fed. Trotz dieser aktiven Geldpolitik, die von einer positiven konjunkturellen Entwicklung ausgeht,  macht sich die US-Notenbank wie die EZB Gedanken um den Inflationsverlauf. Die  US-Verbraucherpreise fielen im April leicht niedriger aus als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr wuchs die Inflation um 2,2 Prozent, die Kerninflation lag bei 1,6 Prozent. Insbesondere die aktuelle Kerninflation stellt das Team um Fed-Chefin Janet Yellen nicht zufrieden.

 

Baufinanzierungszinsen im Mai fast unverändert  

 

Der Bestzins für 10-jährige Hypothekendarlehen bewegte sich in den letzten Wochen erneut kaum vom Fleck und verharrte Anfang Juni weiter knapp über 1,0 Prozent. Eine Zinserhöhung in den USA würde die Baufinanzierungszinsen übrigens nicht direkt beeinflussen. Sie hätte aber Auswirkungen auf die Renditen der Staatsanleihen der Eurozone und Deutschlands, welche wiederum eng mit der Entwicklung der hiesigen Baufinanzierungszinsen verknüpft sind. Ein indirekter Effekt für die Bauzinsen wäre demnach wahrscheinlich.

 

Jörg Haffner, Geschäftsführer der Qualitypool GmbH, rät Baufinanzierungsmaklern von jeglicher „Panikmache“ gegenüber Kunden ab: „Die Zinswende der EZB ist nach den letzten Äußerungen Mario Draghis ein kleines Stückchen näher gerückt, und die USA führen ihre rückführende Geldpolitik fort. Dies sollte den Kunden ohne weitere Übertreibungen klar kommuniziert werden. Insbesondere bei anstehenden Anschlussfinanzierungen könnte ein zügiger Abschluss von Vorteil sein. Auch über die Möglichkeit, ein Forward Darlehen abzuschließen, kann selbstverständlich mit dem Kunden nachgedacht werden. Potenzielle Immobilienkäufer und Häuslebauer wiederum stehen meist vor der Schwierigkeit, zunächst ein adäquates Objekt finden zu müssen und können in vielen Fällen nicht flexibel auf steigende Bauzinsen reagieren.“

 

 

Tendenz:

 

Kurzfristig: schwankend seitwärts

Langfristig: steigend

 

 

Über die Qualitypool GmbH

Die Qualitypool GmbH ist ein Maklerpool mit mehr als 800 aktiven Maklern. Als einer der führenden Maklerpools bietet die Qualitypool GmbH ihren Maklern ein breites Portfolio an Produkten zur Finanzierung, Versicherung und Vorsorge. Qualitypool ist eine 100%ige Tochter des an der Frankfurter Börse im SDAX gelisteten technologiebasierten Finanzdienstleisters Hypoport AG.

 

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