Zentralbanken verschieben geldpolitische Maßnahmen in die Zukunft - folgt im Juni eine Zinserhöhung in den USA?

Lübeck, 10. Mai 2017: Wie erwartet wich die Europäische Zentralbank (EZB) Ende April nicht von ihrem geldpolitischen Kurs ab und beließ die Leitzinsen unverändert. Ebenso gab die US-Zentralbank Fed Anfang Mai keine neuen geldpolitischen Maßnahmen bekannt. Bereits im Juni könnte allerdings eine Anhebung des US-Leitzinses erfolgen und neue Bewegung in den Markt bringen. Der Bestzins für zehnjährige Hypothekendarlehen vollzog in den ersten Maitagen leichte Schwankungen über 1,0 Prozent, nachdem er sich im April kaum von dieser Marke gelöst hatte.

 

Marktexperten sehen nach der Präsidentschaftswahl in Frankreich, aus der wie erwartet Emmanuel Macron als Sieger hervorging, einen guten Zeitpunkt für EZB-Präsident Mario Draghi, um eine Vorausschau auf den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik zu geben. Zuletzt sah es noch nicht danach aus: Draghi erläuterte auf der Pressekonferenz nach dem letzten EZB-Zinsentscheid Ende April, dass das zuletzt auf 60 Milliarden Euro monatlich reduzierte Anleihekaufprogramm bis mindestens Dezember 2017 oder länger laufen wird. Das Anleihekaufprogramm solle zumindest solange fortgeführt werden, bis eine andauernde Übereinstimmung der Inflationsentwicklung mit den Inflationszielen der Europäischen Zentralbank erreicht sei.

 

Einen Tag nach der EZB-Pressekonferenz wurden die jüngsten Verbraucherpreise der Eurozone mit einem Plus von 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat veröffentlicht. Besonders auffällig war der Anstieg der Kerninflationsrate ohne Lebensmittel- und Energiepreise von 0,7 Prozent im Vormonat auf 1,2 Prozent im April. EZB-Präsident Mario Draghi hatte in der Vergangenheit betont, dass er auf eine nachhaltige Wende bei der Kerninflation achtet, wohl um auszuschließen, dass der niedrige Ölpreis die Inflationsrate verfälscht. Die neuesten Verbraucherpreise sprechen nun für eine Stabilisierung der Kerninflation. Ein Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik könnte dementsprechend näher rücken. Die Europäische Zentralbank wird aber sicherlich die Entwicklung der Verbraucherpreise in den nächsten Monaten abwarten, bevor entsprechende Maßnahmen beschlossen werden.

 

Die US-Notenbank Federal Reserve beließ ihren Leitzins Anfang Mai bei einer Spanne zwischen 0,75 und 1,00 Prozent. Dies war vom Markt in dieser Form erwartet worden, unter anderem weil die Fed erst im März den Leitzins angehoben hatte. Vielmehr wurde im Vorfeld auf ein Signal von Fed-Chefin Janet Yellen gewartet, ob die nächste Zinsanhebung und weitere geldpolitische Maßnahmen, um die Bilanzsumme der US-Notenbank zu verkleinern, bereits im Zuge der nächsten Sitzung im Juni erfolgen werden. Dieses Signal gab die Fed-Chefin dahingehend, dass sie schwächere Wirtschaftsdaten wie das vergleichsweise niedrige US-Wachstum im ersten Quartal und niedrigere Verbraucherpreise im März als vorübergehenden Effekt einordnete. Eine zweite Zinserhöhung in den USA – im Juni oder im weiteren Jahresverlauf – ist demnach weiterhin möglich. Ebenso wird vom Markt nach wie vor ein dritter Zinsschritt bis zum Jahresende erwartet.

 

Baufinanzierungszinsen zu Beginn des Monats mit leichten Schwankungen

 

Der Bestzins für Baufinanzierungen verlief im April ohne größere Bewegungen um die Marke von 1,0 Prozent. Anfang Mai stieg der Zinssatz leicht auf 1,09 Prozent an und kehrte zu Beginn der zweiten Maiwoche auf 1,03 Prozent zurück. Kurzfristig wird mit weiteren schwankenden Seitwärtsverläufen der Finanzierungszinsen gerechnet.

 

„Aktuell sind wieder einmal leichte Auf- und Abwärtsbewegungen der Baufinanzierungszinsen erkennbar“, bemerkt Jörg Haffner, Geschäftsführer der Qualitypool GmbH. „Unsere Bankpartner agieren äußerst heterogen auf die jüngste Zinsentwicklung, und die Situation ist für den Kunden entsprechend schwierig zu bewerten. Sie kann Menschen auf der Suche nach den eigenen vier Wänden dazu verleiten, das niedrige Niveau nicht nur kurzfristig, sondern auch langfristig als gegeben hinzunehmen. Baufinanzierungsberater sollten ihren Kunden aber – auch mithilfe von Beispielrechnungen – in jedem Fall näherbringen, wie außergewöhnlich günstig das Zinsniveau momentan ist. Selbstverständlich sollte der Berater im Beratungsgespräch ebenso auf eine möglichst hohe Tilgungsrate von mindestens drei Prozent sowie lange Zinsbindungen hinweisen, um die jeweilige Finanzierung auf ein langfristiges, für den Kunden tragfähiges, Gerüst zu stellen.“ 

 

Tendenz:

 

Kurzfristig: schwankend seitwärts

Langfristig: steigend

 

 

Über die Qualitypool GmbH

Die Qualitypool GmbH ist ein Maklerpool mit mehr als 800 aktiven Maklern. Als einer der führenden Maklerpools bietet die Qualitypool GmbH ihren Maklern ein breites Portfolio an Produkten zur Finanzierung, Versicherung und Vorsorge. Qualitypool ist eine 100%ige Tochter des an der Frankfurter Börse im SDAX gelisteten technologiebasierten Finanzdienstleisters Hypoport AG.

 

 

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